Nord-Grüne stellen Antrag für Runden Tisch

Der im Stadtteil Groß Borstel heftig umstrittene Bebauungsplan Groß Borstel 25 („Tarpenbek Greens“) steht am Donnerstag 27.3.14  erneut auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses. Dieser tagt wegen des erwarteten großen Interesses in der Alsterdorfer Sporthalle. (Alle Informationen zur Veranstaltung hier).

Beraten wird dann auch die von den GRÜNEN erhobene Forderung, Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen und in einem „Runden Tisch“ mit den Beteiligten nach gemeinsam getragenen Lösungen zu suchen. Einen entsprechenden Antrag haben die GRÜNEN zur Sitzung eingebracht.

25. März 2014 von Michael Bogatzki
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1 Kommentar

  1. GLÜCKWUNSCH GROSS-BORSTEL ! …
    … zur beeindruckenden Demonstration von Interesse und Bürgerwille auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses heute Abend in der Alsterdorfer Sporthalle.
    Ihr habt deutlich aufgezeigt, dass im Geflecht von politischen Interessen und Gewinnorientierung von Spekulanten die Interessen der Bewohner des Stadtteils massiv verletzt werden.
    Die Antworten aus der Politik waren, bis auf DIE LINKE, düftig bis beschämend.

    Leider gehört dazu auch der Antrag der GRÜNEN auf einen Runden Tisch unter Beteiligung von insgesamt 6 Personen aus dem Kreis der betroffenen Bürger. Das muss nach 625 Einwendungen von Bürgern des Stadtteils als Kosmetik bewertet werden. Schade, Michael Werner-Boelz, dass Ihr Euch nicht zu einer grundsätzlichen Alternative habt durchringen können.
    Die FDP als Mehrheitsbeschafferin für die SPD- Mehrheit in der Bezirksversammlung konnte nur beitragen, dass sie von Anfang an für den Bau der 750 Wohnungen war und auch jetzt noch zu ihrer Entscheidung stehe. So einfach ist die Welt aus Sicht des Herrn Dickow. Wir werden die FDP nach der Wahl am 25. Mai nicht vermissen.
    Die CDU wurde von Elisabeth Voet van Vormizeele vertreten, bei der die Länge ihres Beitrags in umgekehrtem Verhältnis zur Verständlichkeit stand. Der Fraktionsvorsitzende der Partei, Herr Dr. Andreas Schott, hat die Veranstaltung für sich persönlich gut genutzt, indem er an einem der hinteren Tische ausdauernd mit seinem Smartphon beschäftigt war. Und woran man noch ermessen kann, welche Bedeutung das Thema der heutigen Veranstaltung für die CDU-Nord hat: Auf der Seite der Partei im Internet taucht Groß-Borstel überhaupt nicht auf.
    Die LINKE hat sich als einzige Partei deutlich gegen die Veräußerung von öffentlichem Grundbesitz in private (Spekulanten-) Hände ausgesprochen und gefordert, dass hier die städtischen Wohnungsbauunternehmen, wie die SAGA , Baugenossenschaften oder Wohnungsbauprojekte den Vorrang haben sollten. Außerdem sollte die Anzahl der zu bauenden Wohnungen auf diesem Gelände auf maximal 350 begrenzt werden. Dafür haben Lars Buchmann und Rachid Messaoudi Beifall und Anerkennung von den anwesenden Bürgern erhalten.
    Beinahe zum Skandal haben die Ausführungen des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Herrn Thomas Domres, geführt. In seiner uns bekannten Art hat er der großen Anzahl von förmlichen Einwendungen von Bürgern des Stadtteils – 625! – ausgespielt gegen die ‚schweigende Mehrheit’, die er für seine Position in Anspruch genommen hat. Darüber hinaus hat er in schäbiger Art und Weise die Obdachlosen in Hamburg für seine Politik des Wohnungsbaus instrumentalisiert: Wer sich gegen das Wohnungsbauprogramm von Bezirk und Senat ausspreche, würde das auf Kosten der Obdachlosen der Stadt machen. Diese demagogischen Tricks sind bei den betroffenen Bürgern auf empfindsame Ohren gestoßen und dem Urheber massiv um die Ohren geschlagen worden. Domres hat dann lieber nichts mehr gesagt – gut so!
    Die Entscheidung über den Bebauungsplan Groß-Borstel 25 ist auf die Sitzung der Bezirksversammlung am 10. April 2014 verschoben worden.
    Ich hoffe, wir sehen uns alle wieder!